Wer weiß, wie wichtig soziale Hilfen und Mobilität für Menschen sind, wird diesen Beitrag aufmerksam lesen.

Ich (dick, doof, gefräßig & im wahren Leben schwerbehindert mit hohem GdB), bin in der glücklichen Situation, ein wertiges Fahrzeug mit Zukunft als Mobilitätshilfe von meiner Ex-Frau geschenkt bekommen zu haben. Das gute Stück fuhr ich von Anfang an, aber es war halt ihr Auto. Bis vor einer Woche war noch nicht einmal klar, ob es mein Auto werden wird, denn sie wollte den Wagen als Anzahlung für ein eigenes Auto behalten. Nachdem wir viel und intensiv darüber sprachen, hatte sie sich dann doch ein Herz gefasst und es mir ohne Bedingungen überlassen. Es zu behalten wäre ihr gutes Recht gewesen.

Das Modell verfügt über eine langlebige Konfiguration, welche im Preis-, Leistungs-, Verbrauchs-, Unterhalts- und Haltbarkeitsvergleich zu den zuverlässigsten auf dem Markt zählt.

Mit dem Wagen war ich bisher rund 100.000 km im Ausland unterwegs, überwiegend in Rumänien und Moldau, um dort mit Freunden vor Ort Hilfe zu armen Menschen zu bringen. Pro Tour kamen im Durchschnitt 6.000 km zusammen. Man kann sich also schnell ausrechnen, wie oft ich dort war. Ansonsten nutze ich das Auto für meine Termine und den alltäglichen Einkauf. Lange Wege zu laufen fällt mir mittlerweile schwer, darum ist es ein wichtiges Bindeglied zur Außenwelt.

Was zur Wahrheit dazugehört ist, dass ich das Auto irgendwann auf der Tour am 7. Oktober 2019 in ein tiefes Schlagloch fuhr: Hier der Link zum Tweet

Aus diesem Unfall resultierte ein größerer Schaden, den ich erst jetzt durch die ablaufende HU, bei der Vorkontrolle in der Werkstatt, so richtig aufs Brot geschmiert bekam. Natürlich sind die üblichen Verschleißteile gleich mit zu ersetzen und nach den gefahrenen Kilometern auch mal die Flüssigkeiten. Es ist nicht so, dass ich die Probleme am Auto nicht bemerkt hatte, nur wollte ich in der unklaren Situation keine Investitionen tätigen. Das rächt sich jetzt bitterböse.

Nun kennt jeder den Moment, an dem große Rechnungen fällig werden. Ehrlich gesagt war ich auf diese riesige Summe absolut nicht vorbereitet. Hinzu kommt, dass ich erst vor wenigen Monaten aus der ehelichen Wohnung ausziehen musste und in die neue Wohnung alles Ersparte investiert hatte, damit mein persönlicher Neuanfang ordentlich gelingen möge. Tja, und dann kam die Coronakrise… Von jetzt auf sofort war kein Pfennig mehr zu verdienen. Ich war plötzlich gezwungen alte Verträge aufzukündigen, bekam im Umkehrschluss keine eigenen Aufträge mehr. Zu allem Überfluss hat mein großer Schuldner Insolvenz angemeldet.

Der Traum von Mobilität und gesicherter Zukunft war geplatzt.

Wäre ich nicht von Hause aus ein positiv denkender Mensch, der immer an einen Lichtstreif am Horizont glaubt, würde ich vermutlich längst verzweifelt zusammengekauert im Bett liegen bleiben. Dieser Lichtstreif zeichnet sich nun ab: Treue Freundinnen (Bettina und Dela) haben einen Pool ins Leben gerufen, damit die Karre wieder rollen kann. Hier der Link zum Money Pool: https://www.paypal.com/pools/c/8oQwwuvIjq

Auch Herr Pandabär hatte sich dazu geäußert. Ich bin froh über seinen Support, der alles andere als selbstverständlich ist: https://twitter.com/herrpandabaer/status/1258697208179961857

Podcasts berichteten schon von früheren Aktionen und nahmen die Bitte der Freundinnen ins Programm. Ich danke stellvertretend @KBMusicmc (https://derbackhauscast.wordpress.com) und @Boesegucker für den immerwährenden Zuspruch und @ntrhltngszmmr (https://unterhaltungszimmer.de) für den Support und die große Unterstützung!

Und natürlich @Delanji, die nie müde wird, alle Aktionen mit viel Flausch zu betreuen. Ihre Webseite: http://www.delasastercast.de

Wie geht es weiter?

Meine letzten Ersparnisse liegen bei ca. 600 €, die in die Reparaturrechnung einfließen werden. Irgendwie klappt das schon. Was übrigbleiben sollte, wird wie immer in Lebensmittel oder Medikamente investiert. Ab August sollen Reisen nach Rumänien möglich sein, deshalb werde ich relativ schnell nach der Öffnung der Grenzen meine Sachen packen und mich auf den Weg machen. Wie sonst auch werde ich auf Twitter darüber berichten. Zuerst muss ich mir mit den Freunden vor Ort ein Bild von der Lage machen, dann erzähle ich Euch, was gebraucht wird. Ja, es geht immer um Geld. Das liegt in der Natur der Sache.

Was wird jetzt schon gebraucht?

Schon heute kann ich sagen, dass wir Babymilchpulver, Windeln der Größe 4-5, Damen-Hygieneartikel und funktionstüchtige Smartphones brauchen. Medikamente, Kleidung und heimische Lebensmittel sind inzwischen günstiger im Land selbst zu beschaffen. Wer möchte, kann dafür schon jetzt Gutscheine für Amazon schicken. Paypal und Überweisungen gehen natürlich auch, doch das möchte ich zunächst mit Dela besprechen, denn sie überwacht diese Sachen peinlich genau, damit auch nichts wegkommt oder untergeht.

Brauche ich persönlich noch etwas?

Nein.
Euer Support, RT oder was auch immer genügt mir. Ich habe Essen im Kühlschrank und ein Dach über dem Kopf. Wenn die Karre rollt, bin ich zufrieden.

Was ist aus den anderen Projekten geworden?

Sowohl das Frauenhaus (das mehr als dringend benötigt wird), als auch die Ausbildungsstätte für junge Frauen mit Armenküche können in Rumänien nicht mehr sinnvoll umgesetzt werden. Die Auflagen und auch die Kosten sind ins unermessliche gewachsen. Allein für das Frauenhaus müssten wir pro Einheit (kleine Wohnung) mit rund 25.000€ rechnen, wobei 10 Einheiten nicht ausreichen würden. Zwei Sozialarbeiterinnen müssten eingestellt werden. Es macht schlicht keinen Sinn mehr, weil hier keine nachhaltige Finanzierung auf die Beine zu stellen ist. Fördermittel zu beantragen kostet mittlerweile statt 4.500€ schon 7.000€ ohne die Garantie einer Zusage. Sollte ich mal im Lotto gewinnen, dann ja, ansonsten nein. In der Republik Moldau könnte es jedoch möglich sein. Hier sind wir mit guten Kontakten ausgestattet und prüfen demnächst den Bedarf.

Hier noch einmal der Link zum Money Pool: https://www.paypal.com/pools/c/8oQwwuvIjq